Die wichtigsten Fakten in Kürze
- Definition: Mundhöhlenkrebs bezeichnet einen bösartigen Tumor im Mund- und Rachenraum, der sich über die Lymphknoten und die Blutbahn ausbreiten und so zu Metastasen in anderen Organen führen kann.
- Symptome: Erste Anzeichen für Mundhöhlenkrebs können weiße, rote oder graue Flecken sein, die sich nicht abwischen lassen, sowie raue oder verhärtete Stellen. Auch Taubheitsgefühle können ein Hinweis auf Mundhöhlenkrebs sein.
- Ursachen: Regelmäßiges Rauchen und Alkoholkonsum können das Risiko für Mundhöhlenkrebs drastisch erhöhen. Auch schlechte Mundhygiene, HPV-Infektionen und ständige Reizungen der Mundschleimhaut können das Wachstum von Krebstumoren begünstigen.
- Diagnose: Ein Arzt untersucht die Mundhöhle und den Rachen gründlich und entnimmt eine Gewebeprobe. Bei Verdacht auf Mundhöhlenkrebs werden MRT- oder CT-Untersuchungen durchgeführt und ausgewertet.
- Behandlung: In der Regel ist eine Operation erforderlich, um den Tumor zu entfernen. Diese kann mit einer Strahlen- und/oder Chemotherapie kombiniert werden.
- Prognose: Je früher Mundhöhlenkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die durchschnittliche Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt bei 50 Prozent.
- Vorbeugende Maßnahmen: Wenn Sie keinen Mundhöhlenkrebs entwickeln möchten, sollten Sie unbedingt mit dem Rauchen aufhören und Ihren Alkoholkonsum minimieren. Darüber hinaus sind eine gründliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig.
Definition von Mundhöhlenkrebs
Um Mundhöhlenkrebs zu definieren, müssen wir zunächst verstehen, was Krebs genau ist. Jeder hat schon einmal von Krebs gehört und weiß, dass es sich um eine schwere und schwächende Erkrankung handelt. Aber was Krebs verursacht, ist nicht immer klar.
Exkurs: Was ist Krebs eigentlich genau?
Die Zellen in unserem Körper werden ständig erneuert – einige schneller, andere langsamer. Die alten Zellen sterben ab und werden durch jüngere Zellen mit derselben genetischen Information ersetzt. Das ist eine völlig normale Körperfunktion. Krebs entsteht, wenn ein Ungleichgewicht auftritt und Zellen mit veränderter genetischer Information vom Körper nicht erkannt und zerstört werden. Diese veränderten Krebszellen vermehren sich schneller als die nicht krebsartigen Zellen und verdrängen so nach und nach die gesunden Zellen. Außerdem sterben diese mutierten Zellen nicht ab, wenn sie es sollten, und vermehren sich unkontrolliert.
Gefährlich wird es, wenn die Krebszellen – vom Immunsystem nicht erkannt – beginnen, sich über die Blutbahn oder das Lymphsystem auf andere Teile des Körpers auszubreiten und sich als Metastasen in lebenswichtigen Organen entwickeln, wodurch deren ordnungsgemäße Funktion beeinträchtigt wird.
Was genau ist Mundhöhlenkrebs?
Unter Mundhöhlenkrebs (Fachbegriff: orales Plattenepithelkarzinom) versteht man einen bösartigen Tumor in der Mundhöhle und im Rachenraum. In 95 Prozent der Fälle entsteht der Krebs im Plattenepithel, der obersten Schicht der Mundschleimhaut.
Metastasen entwickeln sich häufig in den Lymphknoten. Metastasen können sich jedoch auch über die Blutbahn in anderen Organen bilden – beispielsweise in der Lunge, der Leber und den Nebennieren.
Diese Bilder zeigen ein Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle als Foto und als rasterelektronenmikroskopische Aufnahme (REM). Auf letzterer ist deutlich zu erkennen, dass die Krebszellen unkontrolliert wachsen und gesundes Gewebe verdrängen.
Häufigkeit von Mundhöhlenkrebs
Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle machen etwa fünf Prozent aller bösartigen Tumoren aus. In Deutschland wird jährlich bei etwa 12.000 Menschen Mundhöhlenkrebs diagnostiziert. In der Schweiz sind es etwa 1.200. Darüber hinaus sind etwa zwei Drittel der Betroffenen Männer. Allerdings steigt die Zahl der Frauen, die an dieser Krankheit erkranken. Bei Männern sind Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle die siebthäufigsten bösartigen Tumoren – bei Männern unter 50 Jahren steht Mundhöhlenkrebs an zweiter Stelle nach Hodenkrebs.
Das höchste Risiko haben Männer zwischen 55 und 65 Jahren und Frauen zwischen 50 und 75 Jahren. Allerdings erkranken immer mehr junge Menschen an Mundhöhlenkrebs – beispielsweise in ihren Zwanzigern und Dreißigern. Rund zehn Prozent der Betroffenen sind zum Zeitpunkt der Diagnose unter 50 Jahre alt. Bei Kindern ist Mundhöhlenkrebs sehr selten.
Weltweit werden jedes Jahr etwa 200.000 bis 350.000 Menschen mit Mundhöhlenkrebs diagnostiziert – und diese Zahl wird in Zukunft voraussichtlich noch steigen.
Prognose: Wie sind die Heilungschancen bei Mundhöhlenkrebs?
Je früher Mundhöhlenkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Tatsächlich kann Mundhöhlenkrebs in 80 bis 90 Prozent der Fälle geheilt werden, wenn er frühzeitig erkannt wird. Allerdings werden 70 Prozent der Mundhöhlenkarzinome erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, was die Behandlung erschwert und weniger effektiv macht. Studien zeigen, dass bei Patienten, die zunächst gut auf die Behandlung angesprochen haben, häufig innerhalb von zwei Jahren ein Rückfall auftritt. Auch hier ist das Risiko deutlich höher, wenn der Mundhöhlenkrebs bei der Diagnose bereits in einem fortgeschrittenen Stadium ist.
Leider können wir keine allgemeinen Aussagen zur Dauer und Wirksamkeit von Behandlungen treffen, da diese von vielen individuellen Faktoren abhängen.
Wichtige Faktoren, die die Prognose beeinflussen, sind jedoch:
- Größe des Tumors
- Ausbreitung der Erkrankung (insbesondere Entwicklung von Metastasen in den Lymphknoten)
- Aggressivität des Tumors
Lebenserwartung von Menschen mit Mundhöhlenkrebs
Der Wert, der typischerweise verwendet wird, um die Überlebenschancen von Krebspatienten anzugeben, ist die durchschnittliche Fünf-Jahres-Überlebensrate. Dieser Wert gibt den Anteil der Patienten an, die fünf Jahre nach der Diagnose der Erkrankung noch am Leben sind. Bei Patienten, bei denen Mundhöhlenkrebs diagnostiziert wurde, liegt dieser Wert bei 50 Prozent. Das bedeutet auch, dass 50 Prozent der diagnostizierten Patienten innerhalb von fünf Jahren an der Krankheit sterben werden. Die anderen 50 Prozent sind entweder geheilt oder leben trotz Mundhöhlenkrebs länger als fünf Jahre.
Symptome: Wie wird Mundhöhlenkrebs erkannt?
Mundhöhlenkrebs tritt in verschiedenen Stadien auf. Um die Krankheit so früh wie möglich zu erkennen, sollten Sie die typischen Anzeichen kennen.
Erste Anzeichen von Mundhöhlenkrebs
Diese Anzeichen können generell auf die Entwicklung von Mundhöhlenkrebs hindeuten:
- Flecken in Ihrer Mundhöhle: Sie sollten auf jeden Fall weiße, graue oder rote Flecken in der Mundhöhle im Auge behalten, die sich nicht abwischen lassen. Viele Menschen tun sie als Druckstellen ab, die durch Zahnersatz oder Bissverletzungen verursacht werden. Wenn diese Flecken nicht innerhalb von etwa 14 Tagen verschwinden, sollten Sie sie unbedingt von Ihrem Arzt untersuchen lassen.
- Raue, harte Flecken im Mund
- Taubheitsgefühl in den Lippen, Zähnen oder der Zunge
- Mundgeruch
- Blutungen (ohne Verletzung der Mundschleimhaut)
- Schmerzen beim Kauen oder Schlucken
- Übermäßiger Speichelfluss
- Wunden, die leicht bluten, aber nicht heilen
- Schwellungen im Mund
- Gefühl eines Fremdkörpers in der Mundhöhle
- Taubheitsgefühl, das die Beweglichkeit der Zunge einschränkt
- Schwierigkeiten beim Sprechen
- Zahnprothesen, die nicht mehr richtig sitzen
- Brennendes Gefühl in der Mundschleimhaut
- Lose Zähne
- Kopfschmerzen
- Nackenschmerzen
- Chronischer Husten, einschließlich Bluthusten
- Vergrößerte Lymphknoten
- Halsschmerzen
- Ohrenschmerzen
Wie unterscheidet man zwischen Mundhöhlenkrebs und Aphten?
Im Frühstadium können Aphthen und Mundhöhlenkrebs sehr ähnlich aussehen. In beiden Fällen können weiße Flecken in der Mundhöhle auftreten. Aphthen sind jedoch lediglich eine Überreaktion des Immunsystems auf Stress oder eine Erkrankung und verschwinden in der Regel innerhalb von zwei Wochen, wenn sie nicht behandelt werden. Mundhöhlenkrebs hingegen verschlimmert sich, wenn er unbehandelt bleibt.
Fortgeschrittenes Stadium
Wird Mundhöhlenkrebs nicht frühzeitig erkannt, verschlimmern sich die Symptome und es können neue hinzukommen:
- Offene Wunden
- Knoten
- Müdigkeit/Lethargie
- Appetitlosigkeit
- Eingeschränkte Leistungsfähigkeit
- Gewichtsverlust
- Metastasen in den Halslymphknoten und anderen Organen
- Der Tumor bricht durch die Haut oder wächst in den Kieferknochen hinein
Wo tritt Mundhöhlenkrebs auf?
Mundhöhlenkrebs kann überall in der Mundhöhle entstehen. Es gibt folgende Arten von Mundhöhlenkrebs:
- Zungenkrebs (Fachbegriff: Plattenepithelkarzinom der Zunge)
- Lippenkrebs (Fachbegriff: Plattenepithelkarzinom der Lippen)
- Zahnfleischkrebs (Fachbegriff: Plattenepithelkarzinom der Gingiva)
- Krebskrankheit des Mundbodens (Fachbegriff: Plattenepithelkarzinom des Mundbodens)
- Gaumenkrebs (Fachbegriff: Plattenepithelkarzinom des Gaumens)
- Kieferknochenkrebs (Fachbegriff: Plattenepithelkarzinom des Kieferknochens)
- Mandelnkrebs (Fachbegriff: Plattenepithelkarzinom der Mandeln)
- Speicheldrüsenkrebs (Fachbegriff: Parotis-Tumor)
- Mundhöhlenkrebs kann auch an der Innenseite der Wangen entstehen. Für diese Art von Mundhöhlenkrebs gibt es jedoch keinen Fachbegriff.
Ursachen und Risikofaktoren: Was verursacht Mundhöhlenkrebs?
Die genauen Ursachen für Mundhöhlenkrebs sind noch nicht vollständig bekannt. Mediziner vermuten, dass eine erbliche Komponente eine Rolle spielt. Wissenschaftlich erwiesen ist jedoch, dass bestimmte Lebensgewohnheiten das Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, erheblich erhöhen. In Ausnahmefällen kann Mundhöhlenkrebs jedoch auch ohne erkennbaren Grund entstehen.
Mundhöhlenkrebs durch Rauchen und Alkoholkonsum
Raucher, die regelmäßig Alkohol trinken, erkranken 30-mal häufiger an Mundhöhlenkrebs als Menschen, die keinen Tabak konsumieren und nur sehr wenig Alkohol trinken. Das liegt daran, dass die Nitrosamine im Zigarettenrauch in die Zellen eindringen und deren Erbgut verändern können. Allerdings erkrankt nicht jeder Raucher an Mundhöhlenkrebs und nicht jeder Mundhöhlenkrebspatient ist Raucher. Rund 25 Prozent der Betroffenen gehören nicht zu dieser Risikogruppe.
Gut zu wissen:
Snus, ein schwedisches rauchfreies Tabakprodukt, das normalerweise hinter der Oberlippe platziert wird, sodass das Nikotin direkt in den Blutkreislauf aufgenommen wird, scheint weniger krebserregend zu sein als Zigaretten. Da der Tabak nicht verbrannt wird, entstehen beim Erhitzen keine zusätzlichen Giftstoffe. Wissenschaftliche Studien aus Schweden deuten darauf hin, dass die Verwendung von Snus das Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, nicht oder nur geringfügig erhöht. Bevor Sie jedoch fröhlich vom Zigarettenrauchen auf Snus umsteigen, sollten Sie beachten, dass Snus immer noch krebserregende Nitrosamine enthält. Außerdem ist Schweden das einzige EU-Land, in dem Snus legal erhältlich ist.
Schlechte Mundhygiene und Reizung der Mundschleimhaut
Schlechte Mundhygiene und ständige Reizungen der Mundschleimhaut – beispielsweise durch schlecht sitzende Zahnprothesen, Zahnfüllungen oder scharfe Zähne – sind ebenfalls mögliche Ursachen für Mundhöhlenkrebs.
Humane Papillomviren (HPV)
In einigen Tumoren der Mundhöhle wurden humane Papillomviren (HPV) nachgewiesen. Diese HPV-Viren sind in erster Linie als Verursacher von Gebärmutterhalskrebs bekannt und können durch Oralsex übertragen werden. Männliche Raucher, die fünf oder mehr weibliche Oralsex-Partnerinnen hatten, haben ein erhöhtes Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken. HPV-Infektionen sind die Hauptursache für Mundhöhlenkrebs bei Menschen unter 30 Jahren. Sie sind eine besonders häufige Ursache für Mundhöhlenkrebs im Rachen und an den Mandeln. Etwa 70 Prozent der Karzinome in diesen Fällen stehen im Zusammenhang mit HPV.
Weiterlesen: Was tun bei einer HPV-Infektion?
Ungesunde Ernährung
Eine schlechte Ernährung kann ebenfalls das Risiko für Mundhöhlenkrebs erhöhen. Dies gilt insbesondere für eine Ernährung mit hohem Anteil an Fleisch und verkohlten und stark frittierten Lebensmitteln. Beim Braten und Grillen von nitrithaltigen Lebensmitteln wie gepökeltem Fleisch oder Würstchen können krebserregende Nitrosamine entstehen.
Diagnose: Wie erkennen Ärzte Mundhöhlenkrebs?
Wenn Sie den geringsten Verdacht haben, dass Sie an Mundhöhlenkrebs leiden könnten, suchen Sie so früh wie möglich einen Arzt auf, um zu verhindern, dass sich die Krankheit in Ihrem Körper ausbreitet. Im Folgenden erfahren Sie alles, was Sie über die Früherkennung von Krebs wissen müssen:
Welchen Arzt sollten Sie aufsuchen, wenn Sie Mundhöhlenkrebs vermuten?
Zahnärzte, HNO-Ärzte und Kieferorthopäden erkennen häufig bei Routineuntersuchungen oder Behandlungen anderer Munderkrankungen Anomalien in der Mundhöhle. Bei Verdacht auf Mundhöhlenkrebs können Sie sich zunächst von Ihrem Hausarzt untersuchen lassen. Dieser wird Sie dann an einen HNO-Arzt oder einen Onkologen – einen auf die Behandlung von Krebs spezialisierten Arzt – überweisen. Einige Zahnärzte und Onkologen bieten auch spezielle Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung an. Ihr Hausarzt sollte Ihre erste Anlaufstelle sein, um Ihre Bedenken zu besprechen.
Welche Untersuchungen werden zur Diagnose von Mundhöhlenkrebs durchgeführt?
Bei Verdacht auf Mundhöhlenkrebs untersucht der Arzt zunächst Ihren Mund- und Rachenraum mit einem Endoskop und entnimmt eine kleine Gewebeprobe (Biopsie), um festzustellen, ob Tumorzellen vorhanden sind oder nicht. Anhand der Gewebeprobe lässt sich feststellen, ob bereits ein Tumor gewachsen ist oder ob sich der Mundhöhlenkrebs noch im Frühstadium befindet, um welche Art von Tumor es sich handelt und wie aggressiv er ist.
Um den Schweregrad des Tumors zu bestimmen und mögliche Metastasen zu erkennen, können folgende zusätzliche Untersuchungen durchgeführt werden:
- CT- (Computertomographie) oder MRT- (Magnetresonanztomographie) Untersuchungen des Halses und des eigentlichen Tumors
- Ultraschalluntersuchungen der Halslymphknoten
- Röntgenaufnahmen des Ober- und Unterkiefers
Der Arzt entscheidet, welche Diagnoseverfahren für Ihre Erkrankung am besten geeignet sind.
Klassifizierung des Tumors
Die Art der Behandlung und die Heilungschancen hängen in erster Linie von der Größe des Tumors, davon, ob er zum Zeitpunkt der Diagnose bereits gestreut hat, und von den tatsächlichen Eigenschaften des Tumorgewebes ab.
Bestimmung der Ähnlichkeit mit normalen Mundschleimhautzellen
Je größer die Ähnlichkeit zwischen den Krebszellen und den normalen gesunden Zellen ist, desto besser sind Ihre Chancen auf einen Behandlungserfolg. Medizinische Fachleute unterscheiden zwischen vier Tumorgraden:
- G1: Die Krebszellen ähneln im Allgemeinen noch normalen gesunden Zellen. Das bedeutet, dass der Tumor weniger aggressiv und bösartig ist.
- G2: Die Krebszellen sehen nicht mehr wie normale gesunde Mundschleimhautzellen aus; der Tumor ist bösartig.
- G3: Die Krebszellen weisen nur noch geringe Ähnlichkeit mit dem gesunden Gewebe auf, der Tumor ist bösartig und aggressiv. Es können Metastasen entstehen.
- G4: Der Tumor ist sehr bösartig und das Tumorgewebe ähnelt nicht mehr dem normalen Gewebe. Er neigt zu sehr schnellem Wachstum und kann ebenfalls Metastasen bilden.
TNM-Klassifikation
Mediziner weltweit verwenden auch die TNM-Klassifikation, um die Größe des Tumors und das Vorliegen von Lymphknotenbefall und Metastasen zu bestimmen.
Tumorgröße (T):
- T0: Keine Anzeichen eines Tumors
- TiS: Vorstadium von Mundhöhlenkrebs, das nur die oberste Zellschicht betrifft
- T1: Der Tumor hat einen Durchmesser von 2 cm oder weniger
- T2: Der Tumor hat einen Durchmesser zwischen 2 und 4 cm
- T3: Der Tumor hat einen Durchmesser von mehr als 4 cm
- T4: Der Tumor hat sich auf benachbartes Gewebe (z. B. Gefäße, Nerven oder Knochen) ausgebreitet, unabhängig von seiner Größe.
Befallene Lymphknoten (N):
- N0: Keine Lymphknoten mit Krebsbefall.
- N1: Der Krebs hat sich auf einen Lymphknoten ausgebreitet
- N2: Der Krebs hat sich auf mehrere Lymphknoten ausgebreitet.
Metastasen (M):
- M0: Es wurden keine Metastasen gefunden.
- M1: Es haben sich Metastasen gebildet.
Je niedriger der TNM-Score, desto höher sind die Chancen auf einen Behandlungserfolg, da der Tumor dann noch klein und ohne Metastasen lokal begrenzt ist.
Behandlung von Mundhöhlenkrebs
Die am besten geeignete Behandlung wird nicht von einem einzelnen Arzt, sondern von einem Team aus Spezialisten der folgenden Fachrichtungen festgelegt:
- Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
- Zahnmedizin
- Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie
- Strahlentherapie
- Onkologie
- Pathologie
- Radiologie
- Bei Bedarf: Neurochirurgie und plastische Chirurgie
In Fachkliniken für Mundhöhlenkrebs treffen sich Spezialisten regelmäßig zu multidisziplinären Tumorkonferenzen, um die Fälle einzelner Patienten zu besprechen und die besten Behandlungsstrategien zu empfehlen. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch immer beim Patienten.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die gängigen Behandlungsformen bei Mundhöhlenkrebs. Weitere Informationen finden Sie im „blauen Ratgeber” der Deutschen Krebshilfe oder in der Patientenleitlinie Mundhöhlenkrebs – einer umfassenden Broschüre, die von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) und der Deutschen Krebshilfe (DKH) für Patienten erstellt wurde. AWMF) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) und der Deutschen Krebshilfe (DKH) erstellt wurde. Diese Dokumente enthalten auch wichtige Informationen zu den Patientenrechten.
Kurative Behandlung und palliative Behandlung
Befindet sich der Krebs noch im Frühstadium und ist er noch nicht gewachsen, sind die Heilungschancen gut. Dies wird als kurative Behandlung oder Therapie bezeichnet. Mit anderen Worten: Das Ziel der Behandlung ist es, den Tumor vollständig zu entfernen.
Ist der Mundhöhlenkrebs jedoch bereits so weit fortgeschritten, dass er unheilbar ist, beispielsweise weil sich Metastasen in lebenswichtigen Organen gebildet haben und die Erkrankung im Endstadium ist, spricht man von palliativer Versorgung oder Behandlung. In diesem Fall geht es nicht darum, den Tumor zu entfernen und den Krebs zu bekämpfen, sondern die Lebensqualität des Patienten zu verbessern und sich auf die Linderung seiner Symptome und die Verlängerung seines Lebens zu konzentrieren. Hier kommen beispielsweise Medikamente zum Einsatz, die das Wachstum des Tumors stoppen (Chemotherapie).
Chirurgie und Rekonstruktion bei Mundhöhlenkrebs
Die kurative Behandlung von Mundhöhlenkrebs umfasst in der Regel die operative Entfernung des Tumors unter Vollnarkose. Zur Sicherheit müssen Chirurgen auch einen Teil des gesunden Gewebes entfernen. Wenn der gesamte Tumor während der Operation sicher entfernt werden kann, besteht eine gute Chance, dass er nicht wiederkehrt. Und wenn der Krebs bereits in die Lymphknoten gestreut hat, werden auch diese entfernt. Vorsorglich entfernen Chirurgen regelmäßig die Halslymphknoten auf der betroffenen Seite, auch wenn keine Krebszellen gefunden wurden. Versteckte Lymphknotenmetastasen treten bei etwa 20 bis 40 Prozent der Patienten mit Mundhöhlenkrebs auf und sind so klein, dass sie bei Untersuchungen nicht entdeckt werden können.
Die Rekonstruktion des betroffenen Bereichs wird oft während desselben chirurgischen Eingriffs durchgeführt. Wenn möglich, entnehmen Chirurgen eigenes Gewebe aus einem anderen Körperteil, z. B. Haut, Muskel oder Knochen, und transplantieren es an die zu reparierende Stelle. In einigen Fällen werden auch Teile aus Kunststoff oder Metall verwendet. Ziel der Rekonstruktion ist es einerseits, sicherzustellen, dass wichtige Funktionen wie Kauen, Sprechen, Atmen und Schlucken nach der Operation weiterhin möglich sind oder schnell wiederhergestellt werden können. Andererseits versuchen die Chirurgen auch, das äußere Erscheinungsbild des Patienten so weit wie möglich wiederherzustellen. Allerdings ist es nicht immer möglich, einen Tumor zu entfernen und gleichzeitig eine rekonstruktive Operation durchzuführen. Manchmal sind nach der ersten Operation ein oder mehrere Folgeeingriffe erforderlich.
Wenn der Tumor nicht vollständig entfernt werden kann, folgt auf die Operation in der Regel eine Strahlen- und/oder Chemotherapie.
Strahlentherapie bei Mundhöhlenkrebs
Die Strahlentherapie ist eine wichtige Maßnahme in der kurativen Behandlung und kann entweder allein oder in Kombination mit einer Operation oder Chemotherapie eingesetzt werden. Sie trägt dazu bei, die Heilungschancen zu erhöhen. Dabei richtet ein Strahlentherapeut hochenergetische Röntgenstrahlen direkt auf den Tumor, wodurch die Krebszellen sich nicht mehr teilen können und schließlich absterben. Das Gewebe um den Tumor herum wird mit einer geringeren Strahlungsintensität behandelt. Die Strahlentherapie wird in mehrere Sitzungen aufgeteilt, die sich über Tage oder Wochen erstrecken – in der Regel fünfmal pro Woche über einen Zeitraum von fünf bis sieben Wochen.
Die Strahlentherapie kann auch benachbarte gesunde Zellen beeinträchtigen. Dank modernster Technologie können die Strahlen jedoch direkt auf den Tumor ausgerichtet werden, sodass in erster Linie die Krebszellen abgetötet werden. Die einzelnen Behandlungssitzungen dauern in der Regel nur wenige Minuten.
In der Regel wird die Strahlung durch die Haut auf den betroffenen Bereich gerichtet. In Einzelfällen – bei sehr kleinen, langsam wachsenden Tumoren – kann die Strahlentherapie auch von innen durchgeführt werden.
Mögliche Nebenwirkungen der Strahlentherapie:
- Reizungen der Haut und der Mundschleimhaut
- Trockener Mund
- Veränderte Geschmackswahrnehmung
- Schluckbeschwerden
- Flüssigkeitsansammlungen
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Magen-Darm-Probleme
- Beeinträchtigte Fruchtbarkeit
Eine Strahlentherapie kann auch das Risiko erhöhen, einen zweiten Tumor zu entwickeln.
Medizinische Behandlung von Mundhöhlenkrebs
Bei den medikamentösen Therapien wird zwischen Chemotherapie und Immuntherapie unterschieden. Tatsächlich können beide Therapieformen gleichzeitig als Chemoimmuntherapie angewendet werden.
Chemotherapie
Bei der Chemotherapie erhalten Patienten Medikamente, die die Zellteilung verhindern und dafür sorgen, dass sich der Tumor nicht weiter ausbreiten kann. In der kurativen Behandlung kann die Chemotherapie neben einer Operation oder Strahlentherapie eingesetzt werden, in der palliativen Behandlung ist sie die einzige Therapieform. Die Chemotherapie wird in der Regel in einem Krankenhaus durchgeführt. Die Medikamente werden in der Regel über mehrere Tage intravenös verabreicht. Die Behandlung wird in bestimmten Abständen wiederholt – mit zwei- bis dreiwöchigen Pausen dazwischen. Die Dauer der Chemotherapie richtet sich danach, wie der Tumor darauf anspricht und wie der Patient sie verträgt.
Die Chemotherapie zerstört unterschiedslos alle sich schnell teilenden Zellen, d. h. ein großer Teil der Krebszellen wird zerstört, aber leider auch gesunde Zellen. Die Chemotherapie kann daher eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen:
- Erbrechen, Übelkeit und Durchfall
- Haarausfall
- Hautprobleme
- Infektionen der Mundschleimhaut
- Erschöpfung und Müdigkeit
- Geschwächtes Immunsystem
- Niedrige Anzahl roter oder weißer Blutkörperchen, schlechte Blutwerte
- Schäden an Nieren, Leber, Knochenmark und Gehör
- Trockener Mund
- Funktionsstörung der Speicheldrüsen
Gut zu wissen:
Eine häufige Nebenwirkung von Chemotherapie und Strahlentherapie ist Mundtrockenheit. Krebsmedikamente und Strahlentherapie können die Mundschleimhaut schädigen und die Funktion der Speicheldrüsen beeinträchtigen – oft dauerhaft. Dies führt zu einem verminderten Speichelfluss. Ihr Speichel kann sich dann dick und klebrig anfühlen. Speichel ist jedoch für eine gute Zahngesundheit unerlässlich. Er remineralisiert den Zahnschmelz und schützt die Zähne vor Karies.
Um Ihre Zähne zu schützen, empfiehlt es sich, eine Zahnpasta zu verwenden, die die Speichelproduktion anregt – zum Beispiel die Zahnpasten der Enzycal-Reihe von Curaprox, die drei natürliche Enzyme enthalten, die auch im Speichel vorkommen.
Immuntherapie
Die Immuntherapie wird allein oder zusammen mit einer Chemotherapie in der palliativen Behandlung von Patienten mit Mundhöhlenkrebs eingesetzt. Anstatt Krebszellen anzugreifen, aktiviert die Immuntherapie die körpereigene Immunantwort gegen Tumore. Bei Krebspatienten haben die Krebszellen einzigartige Eigenschaften entwickelt, um dem Immunsystem zu entkommen und sich unbemerkt zu vermehren. Dazu regulieren sie „Checkpoint”-Moleküle hoch, die dann die Immunzellen daran hindern, Krebszellen anzugreifen. Die in der Immuntherapie verwendeten Medikamente enthalten Antikörper, die Checkpoints blockieren und so die Krebszellen dem Immunsystem aussetzen können. Dadurch kann das Immunsystem die Krebszellen erkennen und zerstören. Die Medikamente werden den Patienten ebenfalls intravenös verabreicht.
Mediziner gehen davon aus, dass die Immuntherapie weniger Nebenwirkungen auf gesunde Zellen hat als die Chemotherapie. Dennoch sind erhebliche Nebenwirkungen keine Seltenheit:
- Hautausschläge
- Juckreiz
- Magnesiummangel
- Fieber
- Schüttelfrost
- Schwindel
- Atemnot
- Infektion der Mundschleimhaut
- Erhöhte Leberwerte
- Kopfschmerzen
- Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
Rehabilitation
Auf die Behandlung von Mundhöhlenkrebs folgt in der Regel eine Rehabilitation – auch Reha genannt –, um die Patienten körperlich und seelisch auf die Rückkehr in den Alltag vorzubereiten. Die Reha kann entweder in einer spezialisierten Reha-Klinik oder ambulant stattfinden. In der Regel dauert ein Aufenthalt in einer Reha-Klinik drei Wochen. Ein Team aus Fachleuten für Physiotherapie, Psychologie, Medizin, Pflege und Sozialarbeit stellt ein Programm zusammen, das den Menschen den Übergang zurück in den Alltag erleichtern soll. Auf dem Programm stehen beispielsweise Bewegungstherapie, Entspannungstechniken, Ernährungsberatung, psychologische Unterstützung und Gruppentherapie sowie weitere Informationen über die Krankheit.
Nachsorge
Da Mundhöhlenkrebs auch nach einer erfolgreichen Operation oder Strahlentherapie wieder auftreten kann, ist es wichtig, dass Patienten regelmäßig zu Nachsorgeuntersuchungen gehen, um sicherzustellen, dass etwaige Rückfälle oder sekundäre Krebserkrankungen (Metastasen) so früh wie möglich erkannt und behandelt werden können. Die Nachsorgeuntersuchungen können von Ihrem Hausarzt oder einem klinischen Onkologen durchgeführt werden.
Unterstützende Behandlungsmaßnahmen
Bei der Krebsbehandlung geht es nicht nur darum, den Tumor zu bekämpfen, sondern auch darum, die Nebenwirkungen der Behandlung so gering wie möglich zu halten. Daher gehen die folgenden Behandlungen oft mit der Krebsbehandlung einher:
Zahnärztliche Behandlung
Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Strahlentherapie bei Mundhöhlenkrebs gehören Infektionen der Mundschleimhaut und dauerhafte Mundtrockenheit. Darüber hinaus können Zähne, Kieferknochen und Speicheldrüsen geschädigt werden. Bei einer dauerhaften Schädigung der Speicheldrüsen geht die Fähigkeit des Speichels verloren, einen relativ neutralen pH-Wert in der Mundhöhle aufrechtzuerhalten, und die Zähne des Patienten sind in der Regel anfälliger für Karies (Strahlungskaries). Müssen während der Behandlung Zähne gezogen werden, kann die Heilung der Zahnhöhle länger als normal dauern. Daher ist es entscheidend, dass ein Zahnarzt die Mundhöhle vor der Behandlung gründlich untersucht und vorbereitet: Der Zahnarzt entfernt Plaque und Zahnstein, legt Zahnfüllungen ein und zieht gegebenenfalls Zähne.
Wichtig: Zahnersatzträger sollten während der Krebsbehandlung ihren Zahnersatz nicht tragen. So kann die Entstehung schlecht heilender Druckstellen verhindert werden.
Gut zu wissen:
Etwa 60 Prozent der Krebspatienten leiden während der Krebsbehandlung unter Infektionen, Knoten oder Schwellungen in der Mundschleimhaut. Damit die Zähne in der Nähe der Infektionsstelle weiterhin gründlich gereinigt werden können, empfehlen wir die Verwendung einer speziellen Zahnbürste wie der CS Surgical von Curaprox, die auch nach Zahnoperationen und in der Nähe der Wunde verwendet werden kann.
Ernährung für Patienten mit Mundhöhlenkrebs
Infektionen und Schmerzen in der Mundschleimhaut sind während der Behandlung von Mundhöhlenkrebs keine Seltenheit und erschweren das Essen und Kauen. Während dieser Zeit sollten Betroffene hauptsächlich pürierte und weiche Lebensmittel zu sich nehmen und auf säurehaltige Lebensmittel wie Orangen und Zitronen verzichten. Unter Umständen müssen Patienten auch für kurze Zeit intravenös ernährt werden.
Sprachtherapie
Eine Operation zur Behandlung von Mundhöhlenkrebs kann auch die Fähigkeit einer Person, richtig zu sprechen, beeinträchtigen. Darüber hinaus können Probleme beim Schlucken auftreten. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Teile der Zunge entfernt werden mussten. Die Sprachtherapie ist daher oft ein integraler Bestandteil der Krebsbehandlung und zielt darauf ab, die Fähigkeit, richtig zu sprechen, wiederherzustellen.
Psycho-onkologische Unterstützung
Die Diagnose Krebs kann ein großer Schock sein, der bei vielen Menschen Angstzustände und Depressionen auslöst. Glücklicherweise stehen in der Regel Psychoonkologen zur Verfügung, die helfen können. Psychoonkologen bieten eine spezialisierte psychologische Betreuung für Menschen, die von Krebs betroffen sind. Die Betroffenen profitieren oft davon, wenn sie ihre Erfahrungen mit Krebs sowie ihre Ängste und Sorgen mit einem vertrauenswürdigen Gesundheitsfachmann teilen können. Auch Familie und Freunde können in die psychoonkologische Betreuung der Patienten einbezogen werden.
Zusätzliche Betreuungsangebote
Es gibt zahlreiche Hilfsorganisationen, die umfassende Informationen über Krebs bereitstellen und auch Unterstützung im Alltag und bei rechtlichen Fragen anbieten. Dazu gehören beispielsweise Selbsthilfegruppen, Sozialdienste und Krebsberatungsstellen. Darüber hinaus gibt es auch spezielle Programme für Angehörige von Krebspatienten. Private Krankenkassen und Hilfsorganisationen können Ihnen weitere Dienste vermitteln.
Vorbeugende Maßnahmen: Was Sie tun können, um Mundhöhlenkrebs vorzubeugen
Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Maßnahmen, mit denen Sie der Entstehung von Mundhöhlenkrebs vorbeugen können. Denken Sie daran, dass Sie die Hauptursachen vollständig kontrollieren können:
Geben Sie das Rauchen auf und trinken Sie weniger Alkohol
Raucher, die regelmäßig Alkohol trinken, haben – wie bereits erwähnt – ein 30-mal höheres Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, als Menschen, die keinen Tabak konsumieren und nur sehr wenig Alkohol trinken. Wenn Sie rauchen und regelmäßig alkoholische Getränke konsumieren, sollten Sie vielleicht darüber nachdenken, diese Gewohnheiten aufzugeben.
Rauchen erhöht nicht nur das Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, sondern steht sogar ganz oben auf der Liste der Risikofaktoren für alle Mund- und Zahnerkrankungen – von Mundtrockenheit über Karies bis hin zu Parodontitis. Auch Ihre Lunge wird nach dem Rauchstopp erleichtert aufatmen, und Ihre Leber wird sich über die längere Pause von der Entgiftung von Alkohol freuen.
Gründliche Mundhygiene
Eine schlechte Mundhygiene ist ebenfalls ein Risikofaktor für Mundhöhlenkrebs. Obwohl wir uns täglich die Zähne putzen, gibt es so viele Fehler, die man dabei machen kann – oft ohne es zu merken. Nachfolgend haben wir eine Übersicht über die wichtigsten Elemente einer gründlichen Mundhygiene zusammengestellt:
- Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zweimal täglich jeweils drei Minuten lang, idealerweise morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.
- Setzen Sie die Zahnbürste in einem Winkel von 45 Grad an der Stelle an, wo die Zähne auf das Zahnfleisch treffen, und zwar im Oberkiefer in einem nach oben geneigten Winkel und im Unterkiefer in einem nach unten geneigten Winkel. Achten Sie darauf, dass die Hälfte der Borsten immer auf Ihrem Zahnfleisch und die andere Hälfte auf Ihren Zähnen aufliegt.
- Putzen Sie Ihre Zähne sanft und mit sehr geringem Druck von einer Seite zur anderen mit kleinen, kreisenden Bewegungen (im Ober- und Unterkiefer, wobei Sie sich auf die Innen-, Außen- und Kauflächen konzentrieren).
- Verwenden Sie eine weiche Zahnbürste und eine fluoridhaltige Zahnpasta, um Ihre Zähne zu reinigen.
- Reinigen Sie die Zahnzwischenräume mindestens einmal täglich mit einer Interdentalbürste.
- Reinigen Sie Ihre Zunge einmal täglich mit einem Zungenschaber.
Gut zu wissen:
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Denken Sie daran: Je mehr Borsten eine Zahnbürste hat, desto größer ist die Reinigungswirkung und desto weicher müssen die Borsten sein. Vergleich: Herkömmliche Zahnbürsten haben oft nur etwa 500 Borsten. Und wenn Sie es besonders sanft mögen, entscheiden Sie sich für die CS 12460 velvet – den „Samt-Handschuh“ unter den Zahnbürsten mit unglaublichen 12.460 superweichen Borsten.
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen
Neben gründlichem Zähneputzen zu Hause sollten Sie Ihre Zähne auch regelmäßig vom Zahnarzt untersuchen lassen. Denn das geschulte Auge eines Mediziners erkennt Anomalien in der Mundschleimhaut eher als Sie selbst. Ihr Zahnarzt empfiehlt Ihnen möglicherweise sogar, den Bereich von einem HNO-Arzt untersuchen zu lassen.
Selbstuntersuchung der Mundhöhle
Untersuchen Sie Ihre Mundhöhle regelmäßig auf Anzeichen von Veränderungen. Dies gilt insbesondere für weiße, rote oder graue Flecken, die sich nicht abwischen lassen, sowie für raue oder verhärtete Stellen. Wie bereits erwähnt, sollten Sie solche Flecken von einem Arzt untersuchen lassen, wenn sie nicht innerhalb von 14 Tagen von selbst verschwinden.
Die Initiative „ Let’s Talk About Mouth Cancer ” empfiehlt eine einfache 5-Punkte-Kontrolle. Sie benötigen dazu lediglich Ihre Hände und einen Spiegel:
- Ziehen Sie Ihre Lippen nach oben oder unten und suchen Sie nach Knoten, Beulen oder Veränderungen in der Struktur.
- Ziehen Sie Ihre Wangen nach außen, um die Innenseite zu betrachten. Achten Sie auf weiße oder rote Flecken und überprüfen Sie mit Daumen und Zeigefinger, ob Geschwüre, Knoten oder Empfindlichkeit vorhanden sind.
- Strecken Sie Ihre Zunge heraus und suchen Sie nach Veränderungen in Farbe und Beschaffenheit. Ziehen Sie Ihre Zunge heraus und betrachten Sie beide Seiten, dann heben Sie die Zungenspitze an, um die Unterseite zu untersuchen.
- Untersuchen Sie Ihren Mundboden. Heben Sie die Zungenspitze zum Gaumen und neigen Sie den Kopf nach vorne. Drücken Sie sanft mit dem Zeigefinger entlang des Mundbodens, um nach Knoten, Beulen, Schwellungen oder Geschwüren zu tasten.
- Neigen Sie den Kopf nach hinten und öffnen Sie den Mund weit, um den Gaumen zu untersuchen.
Quellen
Brosius, Alexa: Nitrosamine: Entstehung, Aufnahme und Auswirkungen auf die Gesundheit. Unter: utopia.de
Deutsche Krebshilfe: Krebs im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich (Die blauen Ratgeber).
Deutsche Krebsgesellschaft: Klassifikation von Tumoren (TNM-System & Grading).
D’Souza, G. et al.: Verständnis des persönlichen Risikos für Oropharynxkarzinome: Risikogruppen für onkogene orale HPV-Infektionen und Oropharynxkarzinome, in: Annals of Oncology. 2017.
Gently: Wie soll die zahnärztliche Behandlung von Onkologiepatienten erfolgen?
Gesellschaft für Sexualwissenschaft e.V.: Oralsex kann Tumor im Mund-Rachen-Bereich auslösen.
Gesundheitsindustrie BW: HPV-bedingtem Mundhöhlenkrebs mit neuem Testsystem auf der Spur.
Kopf-Hals-M.U.N.D.-Krebs e.V.: Wie erkenne ich Kopf-Hals-Mund-Krebs?
Krebsliga: Mundhöhlenkrebs.
Leitlinienprogramm Onkologie (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) und der Stiftung Deutsche Krebshilfe (: Patientenleitlinie Mundhöhlenkrebs.
Let’s Talk about Mouth Cancer: #mouthcheck.
Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie des Mundhöhlenkarzinoms.
Liebehenschel, Nils et al.: Teenager und schon Mundkrebs, unter: quintessence-publishing.com.
NetDoktor: Mundkrebs.
Niedersächsische Krebsgesellschaft: Krebs – was ist das?
Patienten-Information.de: Mundhöhlenkrebs – Risikofaktoren und Anzeichen.
Sieber, Andreas et al.: Snus und die Beeinträchtigungen der Mundgesundheit, in: Swiss Dental Journal. 2016.
Union for International Cancer Control (UICC): TNM Classification of Malignant Tumours.
Universitätsklinikum Düsseldorf: Mundhöhlenkarzinom.
Universitätsmedizin Mannheim: Mundhöhlenkrebs.
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